|
Startseite
News & Termine
Creditreform News
Online-Archiv
Archiv 2009
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Social Software-Anwendungen weiter auf dem Vormarsch
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Social Software-Anwendungen weiter auf dem Vormarsch
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 20.04.2009
Knapp 39 Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft setzen mindestens eine Social Software-Anwendung im Unternehmen ein. Dabei kommen diese Anwendungen wie etwa Diskussionsforen, Social Network-Dienste, Wikis oder Weblogs unter anderem in der internen Kommunikation und dem Wissensmanagement als auch im Kundenmanagement, in der externen Kommunikation oder in der Projektarbeit mit Partnern oder freien Mitarbeitern zum Einsatz. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im März 2009 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).
Im März 2008 hatten nur etwa ein Drittel der Dienstleister der Informationsgesellschaft, zu denen IKT-Dienstleister und wissensintensive Dienstleister gehören, angegeben, Social Software-Anwendungen zu nutzen. „Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Unternehmen des Wirtschaftszweigs, die Social Software einsetzen, um knapp 20 Prozent gestiegen“, sagt Jenny Meyer, Wissenschaftlerin am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Dabei spielt für die Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft besonders der unternehmensinterne Einsatz von Social Software eine große Rolle. Etwa 76 Prozent der Unternehmen, die mindestens eine Social Software-Anwendung nutzen, setzen diese im internen Informationsaustausch ein, rund 70 Prozent setzten Social Software im Bereich Wissensmanagement ein und etwa 66 Prozent nutzen sie für die interne Kommunikation.
Besonders die Werbefirmen und Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste zeichnen sich durch einen hohen Einsatz von Social Software-Applikationen aus. Etwa 60 beziehungsweise 58 Prozent von ihnen nutzen mindestens eine dieser Anwendungen. Die technischen Berater und Planer haben ihre Nutzung in den vergangenen zwölf Monaten deutlich gesteigert. Während im ersten Quartal 2008 etwa zwölf Prozent der der technischen Berater und Planer diese Anwendungen einsetzten, sind es im ersten Quartal 2009 etwa 43 Prozent. Auch die Architekten, Unternehmensberater und Unternehmen aus der Branche Forschung und Entwicklung setzen im Vergleich zum Vorjahresquartal vermehrt Social Software-Anwendungen ein. Im März 2009 nutzen etwa 29 Prozent der Architekten Social Software. Im März 2008 hatte dieser Anteil noch bei etwa 22 Prozent gelegen. Der Anteil der Unternehmen aus der Branche Forschung und Entwicklung, die Social Software-Anwendungen einsetzen stieg von etwa 24 Prozent auf rund 30 Prozent. Von den Unternehmensberatern verwenden aktuell etwa 38 Prozent Social Software im Vergleich zu etwa 36 Prozent im Vorjahresquartal.
(2.918 Zeichen)
Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax: 06 21 / 12 35-333
meyer@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
|