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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2006 Dienstleister der Informationsgesellschaft: Hohe Aktivität auf internationalen Märkten

Dienstleister der Informationsgesellschaft:
Hohe Aktivität auf internationalen Märkten

Umfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW zeigt:
Nur jedes fünfte Unternehmen der Branche verlässt sich ausschließlich auf eigenes Know-how.

Neuss / Mannheim, 13.07.2006

Für die Dienstleister der Informationsgesellschaft spielen Geschäftsbeziehungen mit dem Ausland eine wichtige Rolle. So geben etwa zwei Drittel der Unternehmen des Wirtschaftszweigs im zweiten Quartal 2006 an, dass sie Leistungen aus dem Ausland beziehen. Rund drei Viertel der Unternehmen setzen ihre Leistungen im Ausland ab. Besonders aktiv ist die Telekommunikationsbranche, in der nahezu alle Unternehmen das Ausland sowohl zum Absatz als auch zum Bezug von Dienstleistungen nutzen. Auch in der Forschungs- und Entwicklungsbranche nutzen gut neun von zehn Unternehmen ausländische Absatzmärkte, und mehr als 80 Prozent der Unternehmen dieser Branche beziehen Leistungen aus dem Ausland. Am wenigsten häufig bedienen Unternehmensberatungen sowie EDV-Dienstleister und -Vermieter ausländische Absatzmärkte. Schlusslichter in Sachen Bezug von Leistungen aus dem Ausland bilden die Architekten (41 Prozent) sowie Unternehmensberatungen (52 Prozent).

Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im Juni 2006 durchgeführt hat. An der Umfrage beteiligten sich rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern (Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung).

Große Unterschiede bei Geschäftsbeziehungen mit dem Ausland bestehen zwischen west- und ostdeutschen Unternehmen. Während in Westdeutschland drei Viertel der Dienstleister aus den berücksichtigten Branchen ihre Leistungen im Ausland absetzen, tut dies nur gut die Hälfte der ostdeutschen Unternehmen. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Bezug von Dienstleistungen. Gut zwei Drittel der Unternehmen aus den westdeutschen Bundesländern, aber nur etwa 40 Prozent der Unternehmen aus den ostdeutschen Bundesländern beziehen Leistungen aus dem Ausland.

Die Unternehmen des Wirtschaftszweigs wurden weiterhin gefragt, wie sie die Rolle moderner Informationstechnologien (IT) zur Unterstützung von Auslandsaktivitäten einschätzen. Computerbasierte Marketing- und Vertriebssysteme gelten bei den Dienstleistern der Informationsgesellschaft als die IT-Lösungen mit der höchsten Wichtigkeit bei der Unterstützung von Auslandsaktivitäten. Ihre Bedeutung schätzen 46 Prozent der Unternehmen als hoch ein. Auf dem zweiten Platz folgen IT-Systeme, die die Zusammenarbeit mit externen Partnern erleichtern. Während bei der reinen Nutzung IT-gestützte Buchhaltung und IT-gestütztes Controlling ganz oben stehen, stufen nur knapp 30 Prozent der Unternehmen ihre Bedeutung für Auslandsaktivitäten als hoch ein.

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Ihre Ansprechpartner beim ZEW

ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien L 7, 1
68161 Mannheim

Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax:  06 21 / 12 35-333

meyer@zew.de
www.zew.de

Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und Umweltökonomik tätig.

Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.

Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung

Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hoch. Die Formulierung "Anteil der Unternehmen" reflektiert somit den "Umsatzanteil der Unternehmen".

Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.

Allgemeine methodische Hinweise (PDF)

Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)



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Ihr Ansprechpartner

Verband der Vereine Creditreform e.V.
Herr Michael Bretz
Wirtschaftsforschung

Tel.: 0 21 31 / 109-171
Fax: 0 21 31 / 109-176

 analysen@creditreform.de
Downloads

ZEW-Dienstleistungsreport: 2. Quartal 2006
(PDF, 197 KB)
 
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